Busters House
2011, 00:36 Min., Video HD 16:9, ohne Ton

Eine Bildkollage unter Verwendung eines Stills aus dem Film "One Week" von Buster Keaton aus dem Jahr 1920 wird per Handkamerafahrt angesteuert. Zielpunkt der Fahrt ist ein Loch im Dach des Hauses. Ein im Luftzug wehender in den Raum ragender Papierrahmen und eine das ausgedruckte Motiv eingrenzende Spalte im Papier, die den Blick auf die dahinterliegende Wand freigibt, erzeugen eine mehrfache Bild- im Bildkonstruktion. Die Kamera fährt auf die Collage zu, so dass mit zunehmender Verengung des Bildausschnittes diese Bildebenen aus dem Blickfeld geraten. Im Fokus ist nun die Druckqualität der Vorlage. Die schwarzen Punktreihen, die der defekte Drucker hinterlassen hat, sind schärfer als das relativ unscharfe Filmstill. Das Video wird zudem noch zweimal vom Licht-kabel des Scheinwerfersgekreuzt. Die diversen Mängel und Missgeschicke dieser Reinszenierung auf Grundlage eines Filmstills führen zu einem medialen Desaster, welches mit dem im Originalfilm vorgeführten handwerklichen und witterungsbedingten Desaster korrespondiert.



In, Out and Art. Zum gegenwärtigen Verhältnis von Architektur und Kunst, Forum Stadtpark, Graz

 
"In, Out and Art. Zum gegenwärtigen Verhältnis von Architektur und Kunst",
Forum Stadtpark, Graz, 2014, Ausstellungsansicht